Die fotografische Situation: Nicht einfach, einzelne Protagonisten aus dem Getümmel herausgelöst zu fotografieren.
Gegenlichtaufnahme, die trotz extremer Lichtbedingungen Farbe und Zeichnung auf der Figur lässt. 
Links die Originalaufnahme mit zu hellem Wasser und Hintergrund. In der Mitte ist das Wasser dunkler entwickelt, die Figur ist aber nur noch als Silhouette sichtbar. Rechts die partielle Entwicklung, die den Hintergrund und die Figur separat aussteuert.
Es braucht die Serienbildfunktion, die den Bewegungsablauf festhält. Das beste Foto zeigt Gesicht, Körperhaltung, Board und Wasserspritzer. Bei einer Einzelaufnahme ist dieses Momentum fast unmöglich.
Etwa solche Bildausschnitte kann ich problemlos ziehen, ohne an Schärfe zu verlieren.
Das gecroppte Foto aus der gleichen Szene. Sogar die einzelnen Wassertröpfchen sind scharf abgebildet.
Der Autofokus stellt auf Personen scharf, «Servo» führt die Schärfe in der Bewegung kontinuierlich nach.
Oft sind im Hintergrund andere Kites zu sehen. Hier stört für einmal nicht, weil ein verkürzter Zusammenhang geschaffen wird und auch die Farbgebung stimmt.
Der Akteur scheint den Wasserfall hochzusteigen. Diesmal ein willkommener Zufall.
Auch auf dem Wasser werden Tricks geboten. Es gilt als Fotograf, aufmerksam zu sein und den Moment nicht zu verpassen.
Wo ist das Brett? Solche Situationen ergeben sich immer wieder. Für einen Freak ist der Verlust des Boards keine grosse Sache, er lässt sich durch das Kite zu ihm hin schleifen.
Kurven im Wasser bringen jeweils schöne Wasserfontänen. Das Licht kommt von seitlich hinten, die Person habe ich in Lightroom aufgehellt. In diesem Foto habe ich das Wasser dunkler und blauer ausgestaltet. Leider ist eine Hand oben angeschnitten.
Beim Fotografieren konzentriere ich mich auf das Motiv und ziehe mit dem Teleobjektiv schön nach. Im Nachhinein stelle ich den Wasserspiegel horizontal.
Hier liegt die Figur ungestört auf dem Hintergrund. Sie kommt bestens zur Geltung.
Bei diesem Shot stört der Kite im Hintergrund. 
Hier ist die Figur mittig positioniert, die Fahrtrichtung verläuft von rechts nach links gegen mich zu.
Die Fahrtrichtung verläuft von links nach rechts. Der Surfer schaut zurück. Die Positionierung am rechten Rand ermöglicht die Darstellung der Wellenbildung, die für die Dynamik wesentlich ist.
Die Positionierung hier ist aus meiner Sicht verkehrt. Die Surferin fliegt zum Bild hinaus. Besser wäre ein Bildschnitt, bei dem die Protagonistin am rechten Bildrand platziert wäre. Dann würde sie ins Bild hineinfliegen.
In oberen Teil nimmt der Flieger sein Board zur Hand, unten sitzt ein Protagonist im Wasser und hinten surft einer übers Wasser. Es werden so «drei Zustände» sichtbar. Die Wasserlinie grenzt den Crack von den beiden Braven ab. Er hängt förmlich in der Luft. Wenn unter dem Protagonist viel Raum ist, wird damit Höhe dargestellt.
Der Bildausschnitt zeigt den Flieger über grüner Wiese, was aufs Erste irritiert. Wo ist das Wasser hingekommen? Der Kite links verdeutlicht die Sportart, er gehört jedoch zu einem anderen Surfer. Er bildet einen senkrechten Kontrast zum waagrecht angelegten Format.
An diesem Porträt besticht die Mimik. Die Blickrichtung verläuft in das Bild hinein.